Los ging der Renntag auf dem anspruchsvollen, zwei Kilometer langen Rundkurs mit dem Jedermannrennen. Nach Regenfällen beim Aufbau war es pünktlich zum Start trocken und 20 Sportler gingen auf die Distanz von 20 Runden. Mit Michael Beilborn und Torsten Kren hatte die RSG auch zwei Fahrer im Feld, die in ihren Altersklassen Siegeschancen hatten. Als einzige Frau war Ronja Köckerling am Start. Im Verlauf des Rennen setzten sich Kren und Thomas Hädrich (RS 07 Fulda) vom Feld ab und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Nach der Hälfte des Rennen war klar, dass beide den Gesamtsieger und den in der Jahrgangsstufe 1961-75 unter sich ausmachen würden. Im Zielsprint musste sich Torsten Kren geschlagen geben. Jens Bösser (RSG Buchenau) fuhr in der gleichen Altersklasse auf den sechsten Platz, der Battenberger Holger Wack wurde Neunter. Michael Beilborn der an der Spitze des Hauptfeldes ins Ziel kam, sicherte sich den Sieg der Altersklasse Jahrgang 1960 und älter.
Im anschließenden Hobbyrennen für Radsportinteressierte ohne Lizenz waren nur drei Starter gemeldet. Hier gingen die RSG-Nachwuchsfahrer Florian Kuhlmann und Bastian Jäckel mit an den Start über die Distanz von sieben Runden. Im Rennverlauf setzte starker Regen ein, durch den sich die Fahrer nur wenig beeinträchtigen ließen. Klaus Janke musste wegen einem technischen Defekt aufgeben. Es siegte mit einer Reifenbreite Vorsprung Jochen Verstappen vor Jan Kohnen. Die beiden Buchenauer Nachwuchsfahrer schlugen sich prächtig und fuhren nur kurze Zeit hinter den beiden Erwachsenen ins Ziel. Florian Kuhlmann lag beim Zieleinlauf vor Bastian Jäckel.
Torsten Kren Zweiter der Jedermänner, Chambre sprintet nicht um den Sieg
In den Nachwuchsrennen war mit Paul Verstappen leider nur ein Fahrer am Start. Trotz der sieben Runden vom Rennen davor und dem immer noch starken Regen begleitete Bastian Jäckel ihn auf den drei Runden. Leider musste Jäckel dann nach der zweiten Runde wegen eines technischen Defektes aussteigen und Verstappen hätte sich sicher besseres Wetter bei seinem ersten Start gewünscht - aber er zeigte schon Talent und vielleicht wird er ja in der nächsten Saison dem Rennkader der RSG angehören.
Als das Hauptrennen gestartet wurde, hatte der Regen aufgehört und die Strecke war sehr schnell abgetrocknet. Auf ein Feld von 80 Starter hatte die RSG gehofft, da es dem Saisonende zugeht, und einige Fahrer noch Platzierungen zum Aufstieg benötigen oder sich durch den Tagessieg den direkten Aufstieg sichern konnten. Fast fünfzig waren vorangemeldet, doch am Ende ging nur ein kleines Feld von 20 Fahrer auf den Rundkurs über 30 Runden. Es wurden von Beginn an sehr schnelle Rundenzeiten gefahren und schon in der ersten Hälfte des Rennens stiegen auf dem selektiven Kurs die ersten Fahrer aus. Durch drei Sprintwertungen wurde das Feld noch mehr auseinandergezogen und es bildete sich bald eine Spitzengruppe mit fünf Fahrern, unter ihnen Michael Chambre vom TSV Eifa und Daniel Lemmer von der Marburger RG. Chambre konnte auch zwei von drei Sprintwertungen für sich entscheiden und somit die Sprintprämie vor Thomas Lorsbach(TV Jahn Siegen) gewinnen. Ein Sturz nach ungefähr der Hälfte des Rennen sollte am Ende noch für Diskussionen sorgen. Der Marburger Daniel Lemmer war gestürzt, erhielt von der Vorsitzenden des Wettkampfausschusses eine Rundenvergütung und durfte sich an der Stelle im Rennen wieder einreihen, wo er gestürzt war. Die Vierergruppe fuhr auch im Finale dem Ziel entgegen. Chambre spurtete nicht um den Sieg mit, obwohl er durchaus Chancen gehabt hätte - aber er wollte damit den sportlichen Aufstieg umgehen. So siegt im Zielsprint Daniel Lemmer vor Florian Landenberger und Thomas Lorsbach. Dieses Ergebnis brachte dann zwei Fahrer auf den Plan, die sich durch den Sturz von Daniel Lemmer behindert gefühlt hatten und denen keine Rundenvergütung zugesprochen worden war. Aufgrund der Tatsachenentscheidungen des Wettkamfausschusses wurde das Ergebnis aber bestätigt und Lemmer sicherte sich den Sieg und den Aufstieg in die B-Klasse. Mit den sportlichen Leistungen zeigte sich RSG-Präsident Roland Wagner zufrieden, allerdings mit den Starterzahlen auf keinen Fall. "Für mich ist das regnerische Wetter eigentlich kein Grund - Radrennen können nicht nur bei Sonnenschein gefahren werden. So werden wir uns im Vorstand schon überlegen, ob es zu einer Neuauflage im nächsten Jahr kommen wird".
