„Müller - Die lila Logistik“ Rad-Bundesliga mit Doppelrennwochenende

von Roland Wagner

Rad-Bundesliga mit Doppelrennwochenende

Am letzten Mai-Wochenende machte die „Müller - Die lila Logistik Rad-Bundesliga“ Station im Hinterland

Die RSG Buchenau hatte zu einem Doppelrennwochenende eingeladen. Für das Zeitfahren war die Umgehungsstraße B62 für den Verkehr voll gesperrt und somit fest in den Händen der Radsportlerinnen und -sportler. Neben den Jedermännern sowie den Nachwuchsfahrern der U15 waren Deutschlands schnellste Frauen und Juniorinnen im Kampf gegen die Uhr auf der Strecke.

Im Minutentakt starteten die Fahrerinnen und Fahrer von der Mittelanbindung Biedenkopf in Richtung Breidenstein. Wendepunkt war vor der Ampel, von dort ging es zurück bis zum Abzweig „Seewasem“. Die Bundesliga-Frauen und Jedermänner absolvierten den Parcours zweimal, Juniorinnen und U15 fuhren eine Runde.

Bei den Juniorinnen siegte Luisa Kattinger vom Team „Mangertseder Bayern“. Für die 12 km benötigte sie 18:21 Minuten. Bei den Frauen war über 24km Adelheit Schütz in der Zeit von 35:08 Minuten die Schnellste. Hier waren auch die Eigengewächse der RSG Buchenau, Madeleine Ortmüller und Ronja Köckerling, für das Team „Koga Ladies Cetral Rhede Fachklinik Dr. Herzog“ am Start. Lena Köckerling, ebenfalls im Team der Koga Ladies, konnte verletzungsbedingt leider nicht an den Start gehen. Madeleine Ortmüller war erst am Donnerstag von einer mehrtägigen Rundfahrt in Frankreich zurückgekehrt und hatte 650 Rennkilometer in den Beinen. In der Zeit von 37:36 Minuten fuhr sie auf einen guten 8. Platz und sicherte sich damit den zweiten Rang in der Nachwuchswertung. Ronja Köckerling belegte am Ende den 13. Platz. Gesundheitlich angeschlagen konnte sie leider nicht ganz an eine ähnliche Platzierung wie beim Bundesliga-Zeitfahren im letzten Jahr in Cottbus herankommen. Hier war sie mit dem 4. Rang knapp am Podest vorbeigefahren.

Bei den Schülern U15 waren nur 5 Starter auf der Strecke, unter ihnen die Buchenauer Florian Kuhlmann und Bastian Jäckel.

Bei den Jedermännern und –frauen waren insgesamt 47 Aktive am Start. Bester einheimischer Fahrer war Andreas Klingl von der RSG Buchenau in der Zeit von 37:08 Minuten. Es siegte Kai Lorenz vom RSV rad-net(34:22).

Bei recht guten Wetterbedingungen zog Fachwart Andreas Schulz am Ende der Veranstaltung eine durchaus positive Bilanz. Mit der Strecke seien alle zufrieden gewesen, von der Zuschauerresonanz her hätte es aber bisschen mehr sein können.

Aber Biedenkopf ist halt noch recht jungfräulich was den Radsport angeht.    

Alles super – keine schweren Stürze, spannende Rennen – wenn nur nicht das Mistwetter gewesen wäre. Das war das Fazit des Fachwartes am zweiten Renntag in Dautphe. Dieser hat auch ein großes Loch in die Kasse der Radsportgemeinschaft gerissen. Dauerregen und kühle Witterung machten den anspruchsvollen 9,4 Kilometer langen und welligen Rundkurs von Dautphe über Silberg und Hommertshausen nach Dautphe noch schwerer. Das Zuschauerinteresse litt deutlich unter diesen miesen Bedingungen. „Den Radsportlern macht das weniger aus nur für die Zuschauer und auch die vielen Helfer waren die Wetterbedingungen eine totale Zumutung“, so der Fachwart.

Bei dem Jedermannrennen, für das bereits 50 Voranmeldungen vorlagen, standen am Ende 17 Aktive am Start. Die Bundesligafrauen und Juniorinnen hatten noch ein Zeitfenster erwischt, in dem es zumindest zeitweise fast trocken war, die Junioren drehten ihre Runden am Nachmittag dann aber im Dauerregen. „Dann sind die Finger irgendwann so tot, dass du weder schalten noch bremsen kannst“, zeigte Andreas Schulz Mitleid. Auch Bürgermeister Bernd Schmidt war begeistert von diesen Leistungen. „Drei Stunden bei Regen und Gegenwind, die leisten echt Fantastisches.“

Bei den Jedermännern bis Jahrgang 72 siegte Christian Schmidt (Team Delta Bike) und bei denen ab Jahrgang 73 Martin Heine vom Team Taunus Express. Hier belegte Michael Chambre (TSV Eifa) Rang 3.

Bei den Frauen fuhr Madeleine Ortmüller lange Zeit mutig mit an der Spitze. Aber Fachwart Andreas Schulz stellte da schon fest: „Nach den Strapazen der Rundfahrt in Frankreich kann Madeleine gar keine frischen Beine haben“, so musste sie gegen Ende des Rennen abreißen lassen und kam mit 18 Sekunden Rückstand auf die Siegerin ins Ziel. Ronja Köckerling war wie schon am Vortag gesundheitlich angeschlagen und somit waren von ihr keine Wunder zu erwarten. Die Koga Ladies fuhren für ihre Teamkollegin Esther Fennel, die das Führungstrikot verteidigen konnte. Bei den Frauen siegte über die 94 km Anouska Koster (Team Futurumshop.de) in 2:49:44. Die Distanz der Juniorinnen betrug 74,2 km, hier siegte Johanna Müller (Stevens 1A Roadteam) in 2:14:52. Bei den Junioren siegte über 113 km Robert Krause (Stevens Junioren Team Thüringen) der sich auf dem Schlussanstieg um 7 Sekunden von seinen Verfolgern absetzen konnte. Eine starke Leistung zeigte auch Lokalmatador Florian Kuhlmann, der in der Klasse U15 hinter die um ein Jahr älteren Fahrer Per Münstermann und Luca Bröcher aus Düsseldorf auf Rang 3 fuhr, gefolgt von seinem Teamkollegen Bastian Jäckel. Die geplanten Einlagerennen fielen den schlechten Wetterbedingungen zum Opfer.

Der Vorstand dankte allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, der FFW Dautphe und Silberg, dem STC Hommertshausen und dem VFL Biedenkopf, die entlang der Strecke zu dem reibungslosen Ablauf mit beigetragen haben.

Ohne die Unterstützung durch die Veranstaltungssponsoren sowie Betriebe, Handel und Handwerk aus der Region wäre ein solcher Renntag überhaupt nicht möglich. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ebenso ein großes Dankeschön an die Gemeinde Dautphetal und die Stadt Biedenkopf mit ihren Bauhöfen und den Genehmigungsbehörden für die perfekte und unbürokratische Zusammenarbeit.

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